Häufig gestellte Fragen



Unser Engagement im Bereich Sicherheit

Bei Seabourn hat die Sicherheit unserer Gäste schon immer höchste Priorität eingenommen. Alle Entscheidungen basieren auf dieser Grundregel.

SICHERHEIT UNSERER SCHIFFE
In unserem gesamten Unternehmen, sowohl auf unseren Schiffen als auch in unserem Hauptsitz in Seattle, Washington, steht die Sicherheit an erster Stelle. Das fängt bereits mit der Bauweise und der Ausstattung unserer Schiffe an. Wir stellen die richtigen Mitarbeiter ein und sorgen dafür, dass sie regelmäßige Schulungen durchlaufen, die in Form von Drills und Übungen auch praktische Anwendung finden. Außerdem führen wir regelmäßige Kontrollen und Inspektionen durch. All das unterliegt ordnungsrechtlichen Richtlinien, bei denen alle Sicherheitsaspekte unserer Tätigkeit von mehreren Regierungsbehörden überwacht werden.

SICHERHEIT – REGULATORISCHE RAHMENBEDINGUNGEN
Die Sicherheit von Kreuzfahrtschiffen unterliegt zahlreichen internationalen, staatlichen, bundesstaatlichen, regionalen und kommunalen Gesetzen und Bestimmungen. Auf der internationalen Ebene unterliegt unsere Branche zunächst der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (International Maritime Organization - IMO), einer Agentur der Vereinten Nationen, die sich mit der Sicherheit der Schifffahrt befasst und sich aus nahezu allen Ländern der Welt zusammensetzt, unter deren Flagge Schiffe bereedert werden. Die IMO legt im Rahmen ihrer vielen Versammlungen, Ausschüsse und admininstrativen Büros die internationalen Normen fest, die von allen Passagier- und Frachtschiffen eingehalten werden müssen.

Eines der wichtigsten Regelwerke, das von der IMO aufgestellt wurde und dessen Einhaltung sie überwacht, ist das Internationale Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See (International Convention for the Safety of Life at Sea), das auch SOLAS genannt wird. SOLAS wird regelmäßig aktualisiert und schafft Normen für den Bau, die Ausstattung, die Besetzung und den Betrieb sämtlicher Passagier- und Frachtschiffe.

Zusätzlich zu den Anforderungen von IMO unterliegt der Betrieb sämtlicher Schiffe den Seefahrtsgesetzen der jeweiligen Länder, die als Flaggenstaat eines Schiffs bezeichnet werden. Die Schiffe von Seabourn tragen alle die Flagge der Bahamas und erfüllen die Normen, die von diesem Land für seine Schiffe aufgestellt wurden. Durch ihre Geschichte, in der sie zeitweise zum Vereinigten Königreich gehörten, wurde von den Bahamas eines der weltweit umfangreichsten und renommiertesten Regulierungsprogramme für die Seefahrt entwickelt. Aus diesem Grund werden Tausende von Fracht- und Passagierschiffen unter ihrer Flagge betrieben. Um sicherzustellen, dass sowohl die Richtlinien der IMO und des Flaggenstaats eingehalten werden, muss jedes Schiff zusätzlich bei einer der international anerkannten Klassifikationsgesellschaften registriert sein. Bei der Seabourn sind das Det Norske Veritas (DNV) und RINA. Von der Klassifikationsgesellschaft werden jährliche, umfassende Schiffsinspektionen durchgeführt. Zusätzlich werden wichtige Sicherheitsaspekte und sonstige Schiffsausstattungen regelmäßig kontrolliert, damit die Ausstattung fortwährend untersucht und geprüft wird.

Viele der Länder, die unsere Schiffe ansteuern, führen weitere Inspektionen durch. Alle Schiffe, die Häfen in den USA anlaufen, müssen sich bspw. zweimal jährlich einer amtlichen Kontrolle durch die US-Küstenwache (United States Coast Guard) unterziehen, bei der deren Mitarbeiter nahezu einen ganzen Tag damit verbringen, unsere Lebensrettungsvorkehrungen und nautischen sowie sonstigen Betriebssysteme zu kontrollieren. Dazu gehört die Überwachung der zwingend vorgeschriebenen Rettungsbootübungen für den Notfall. Von weiteren US-Behörden wie z. B. dem Zoll- und Grenzschutz (Customs and Border Protection), den Zentren für Seuchenbekämpfung und -prävention (Centers for Disease Control and Prevention) und dem Landwirtschaftsministerium (Department of Agriculture) der USA werden zusätzliche Sicherheits- und Gesundheitskontrollen durchgeführt.

Weltweit existieren ähnliche Kontrollprogramme; besonders strenge Kontrollen gibt es in ganz Europa und Südamerika sowie in Kanada, Australien, Neuseeland und vielen anderen Ländern. Diese Kontrollen stellen sicher, dass sowohl den IMO-Anforderungen entsprochen wird als auch den speziellen Anforderungen einzelner Länder, wie bspw. der Vereinigten Staaten, in denen die die US-Häfen anlaufenden Schiffe dem US-Gesetz entsprechend eine Reihe präziser, spezieller Anforderungen erfüllen müssen.

SICHERHEIT – DIE RICHTIGEN MITARBEITER EINSTELLEN
Alle nautischen und technischen Offiziere auf unseren Schiffen besitzen eine amtliche Lizenz, die von unserem Flaggenstaat ausgestellt oder anerkannt wurde und die bescheinigt, dass die Anforderungen für ihre Anstellung auf den von uns betriebenen Schiffsgrößen erfüllt sind. Diese Anforderungen sind natürlich je nach Position verschieden und für unsere leitenden Offiziere besonders streng. Um eine Lizenz zu erhalten, müssen sie eine anerkannte Marinefachschule besucht haben.

Wir versuchen, unsere Mitarbeiter soweit wie möglich selbst auszubilden und zu fördern. Wir betreiben ein umfassendes nautisches und technisches Kadettenprogramm, bei dem junge Frauen und Männer, die in einer Marinefachschule eingeschrieben sind, mehr als ein Jahr auf unseren Schiffen verbringen können und zusätzlich zu ihrer schulischen Ausbildung an Bord ausgebildet werden. Mitarbeitern, die ihr Kadettenausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, werden Stellen als Nachwuchsoffiziere (Junior Officers) mit der Möglichkeit der Beförderung angeboten, sofern sie ihr berufliches Können weiter unter Beweis stellen und ihre Lizenzen erweitern.

Alle Besatzungsmitglieder werden nach Beendigung jeder Schifffahrt beruflich von einem leitenden Offizier beurteilt. Diese Beurteilungen bilden die Grundlage für die Entscheidungen bezüglich einer möglichen Beförderung.

Viele unserer Mitarbeiter an Land haben zunächst über Jahre auf unseren Schiffen gearbeitet oder besitzen andere Erfahrungen mit der Seefahrt. Eine Reihe von Mitgliedern unseres Management-Teams haben erst mehr als 20 Jahre bei der US-Küstenwache gearbeitet, bevor sie zu uns gestoßen sind.

SICHERHEIT – KONTROLLEN UND INSPEKTIONEN DURCH DAS UNTERNEHMEN
Zusätzlich zu den amtlichen Inspektionen finden regelmäßig interne, von eigenen Mitarbeitern durchgeführten Kontrollen und Inspektionen statt. Unser Ziel ist es, potenzielle Probleme selbst zu erkennen und diese sofort zu beheben, anstatt dies den Aufsichtsbehörden zu überlassen.

Um dies zu gewährleisten, haben wir einen Sonderbeauftragten (Designated Person) bestimmt, der unter den durch den Internationalem Code für Maßnahmen zur Organisation eines sicheren Schiffsbetriebs und der Verhütung der Meeresverschmutzung (International Management Code for the Safe Operation of Ships and for Pollution Prevention) festgelegten Normen, die allgemein unter der Bezeichnung ISM-Code bekannt sind, arbeitet und ihnen unterliegt. Von diesem Sonderbeauftragten und seinen/ihren Mitarbeitern werden auf allen Schiffen mehrtägige, jährliche Inspektionen durchgeführt. Der Beauftragte verfügt obendrein rund um die Uhr über direkten Zugang zu unserem Chief Executive Officer, damit sichergestellt ist, dass allen potenziell festgestellten, ernsthaften Problemen die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt wird und die erforderlichen Mittel eingesetzt werden.

Abgesehen von den Inspektionen durch den Sonderbeauftragten unterhalten wir eine Revisionsabteilung (Audit Services Department), die ihre eigenen Kontrollen und Prüfungen auf unseren Schiffen durchführt. Dazu gehören sowohl Kontrollen des gesamtes Schiffs als auch Kontrollen einzelner Elemente. Die Ergebnisse dieser Kontrollen werden sowohl an unseren Chief Executive Officer als auch an den Ausschuss des Aufsichtsrats unseres Mutterkonzerns gemeldet, der speziell dazu eingerichtet wurde, sicherzustellen, dass die Prüfungsresultate zeitgerecht und effektiv durch das Management behandelt werden.

Außerdem gehört es zu unserer Betriebspraxis, dass unsere Geschäftsleitung unsere Schiffe soviel wie möglich besucht und auf diesen mitfährt. Bei unserer Geschäftsleitung gilt die Philosophie „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser", d. h. man muss selbst auf die Schiffe gehen und sicherstellen, dass unsere Praxis den erforderlichen Normen entspricht.

Auch in unserem Büro in Seattle haben wir ein rigoroses Untersuchungsprogramm, das es uns ermöglicht, sicherheitsbezogene Vorfälle, die untersucht werden müssen, zu prüfen, deren Ursache zu bestimmen und korrigierende Maßnahmen zu ergreifen.

Sehr wichtig ist schließlich auch, dass unser Management an Bord, angefangen mit dem Kapitän, auf dem ganzen Schiff regelmäßige Inspektionen und Selbstkontrollen durchführt. Auf all unseren Schiffen werden monatliche Selbstkontrollen in puncto Sicherheit und Umweltschutz durchgeführt. Hinzu kommt, dass alle leitenden Offiziere ihren Verantwortungsbereich regelmäßig kontrollieren. Unsere Mitarbeiter wissen, dass man nie einfach davon ausgehen kann, dass alles so gehandhabt wird, wie es sein sollte. Sie müssen immer wieder neu prüfen.

SICHERHEIT – BAUWEISE DES SCHIFFS
All unsere Schiffe entsprechen den geltenden SOLAS-Sicherheitsnormen, die vielfach sogar übertroffen werden. Die Bauweise aller Seabourn-Schiffe sieht ein Kollisionsschott in der Nähe des vorderen Teil des Schiffs vor, um einem erheblichen Aufprall standhalten zu können. Unsere Schiffe sind in mehrere, wasserdichte Schotten unterteilt, die wiederum durch wasserdichte Türen getrennt sind und sowohl von der Brücke als auch an der Tür selbst geschlossen werden können. Bis zu zwei nebeneinander liegende Schotte können mit Wasser volllaufen und die Schiffe bleiben trotzdem flott.

Für maximalen Brandschutz verfügen unsere Schiffe in allen Passagier- und Besatzungsbereichen über Sprinkleranlagen und erweiterte Brandunterdrückungsanlagen in den Maschinenräumen. Jedes Schiff ist darüber hinaus in Brandzonen aufgeteilt, die wiederum durch von der Brücke aus bedienbare Feuerschutztüren voneinander getrennt sind. Es verfügt außerdem über feuerbeständige Schotte, um das Risiko der Ausbreitung eines Feuers über eine Brandzone hinaus möglichst gering zu halten.

Alle Schiffe verfügen über mehrere Brandteams, die zusammen trainieren, um auf Brände reagieren zu können und vorbereitet zu sein. Bei diesen Drills werden unsere Teams dazu ausgebildet, sich innerhalb von Minuten nach Auslösung des Alarms zu versammeln und auszurüsten, um zur Brandstelle vorzudringen. Bei diesen Drills üben die Brandbekämpfungsteams die Ausführung von Plänen, die entwickelt wurden, um die Bekämpfung von Bränden in den verschiedenen Teilen des Schiffs zu erleichtern. Wir führen außerdem realitätsnahe Brandschutzübungen in Ausbildungsstätten auf der ganzen Welt durch und arbeiten mit erfahrenen Ausbildern, die in Vollzeit für uns tätig sind und all unsere Schiffe regelmäßig mehrfach im Jahr besuchen.

Alle Schiffe verfügen über ein Notstromdieselaggregat, das sich auf einem der oberen Decks befindet und das, falls der Hauptmaschinenraum ausfällt, automatisch anspringt. Dieses Notstromdieselaggregat wird regelmäßig überprüft und stellt sicher, dass die entscheidenden Sicherheitssysteme und die Beleuchtung bei Stromausfall weiter funktionieren.

Jedes Schiff ist mit Schadenskontrollinstrumenten ausgerüstet, damit das Schiff im Falle einer potenziellen Beschädigung des Schiffskörpers effizient reagieren kann.

Die Schiffe von Seabourn sind mit den neuesten Sicherheitstechnologien und -anlagen ausgerüstet, dazu gehören u. a.:

  • Softwareprogramme zur Kontrolle der bautechnischen Stabilität, die sicherstellen, dass das Gewicht von Treibstoff, Abwasser und anderem Zubehör an Bord korrekt verteilt ist.
  • Modernste Navigationssysteme:
    • Global Positioning Systeme (GPS), um unsere präzise Position auf See zu bestimmen.
    • Radar, um die Lage anderer Schiffe auf unserem Weg präzise bestimmen zu können.
    • Automatic Identification Systems (AIS) zur Bestimmung des Standorts und zur Identifizierung unserer Schiffe im Falle eines Ausfalls der Kommunikationstechnik.
    • Echolote zur Messung der Wassertiefe.
  • Zu den Brandschutzanlagen gehören:
    • Automatische Brandmeldeanlagen.
    • Sprinkleranlagen überall auf den Schiffen.
    • Hi-Fog- oder Flexi-Fog-Systeme (Löschanlagen) im Maschinenraum und bei den Verbrennungsanlagen.
    • Absperrventile für das Kraftstoffsystem im Maschinenkontrollraum.
    • Hörbare Rauchmelder in allen Kabinen und öffentlichen Bereichen.
    • Küchenabluft-Feuerlöschanlagen.

SICHERHEIT – NOTFALLDRILLS FÜR PASSAGIERE
Notfalldrills für Passagiere finden vor Auslaufen des Schiffs im Abfahrtshafen statt, damit die Gäste wissen, was sie zu tun haben und wohin sie gehen müssen, falls der Alarm ausgelöst wird. Bei diesem Drill erhalten die Passagiere klare Anleitungen, die im Notfall befolgt werden müssen. Das umfasst Information dazu, wie man zur Sammelstation findet, was im Notfall getan werden muss und wie das Anlegen der Rettungswesten funktioniert. Diese Drills sind für alle Passagiere obligatorisch und die Nichteinhaltung kann die Ausschiffung zur Folge haben kann. Auf dem Gäste-Kanal kann man sich ein Sicherheitsvideo für Passagiere ansehen.

SICHERHEIT – AUSBILDUNG UND DRILLS
Aufgrund der sich verändernden technologischen und amtlichen Anforderungen und weil wir der Meinung sind, dass wir in puncto Schiffsbetrieb immer einen Schritt voraus sein müssen, nehmen unsere Mitarbeiter sowohl an Land als auch an Bord an Schulungen teil, die entweder von uns von Dritten organisiert werden. Darüber hinaus verfügen wir über ein umfassendes, computerbasiertes Trainingsprogramm (Computer Based Training - CBT), in dem Hunderte von Kursen angeboten werden, die man belegen kann, wann immer es die Zeit erlaubt.

Unser obligatorisches Training umfasst einwöchige Schulungen in einem realen Simulator. Wir haben gemeinsam mit unseren Schwesterunternehmen das „Center for Simulator Maritime Training" (CSMART) in Almere in den Niederlanden entwickelt, in dem uns ein hochmoderner Brücken- und Maschinenraumsimulator zur Verfügung steht. Im CSMART werden unsere Mitarbeiter in einen Raum gebracht, der mit denselben Anlagen ausgestattet ist, die auch auf unseren Schiffen anzutreffen sind. Unsere Mitarbeiter profitieren von großen Bildschirmen, Computertechnologie und Datenbanken mit Karten von Häfen und sonstigen Betriebsbereichen und durchlaufen Simulationen, bei denen sie Bedingungen und Gegebenheiten ausgesetzt sind, die sie auch in der Realität antreffen könnten. Auf diese Weise können sie ihre Reaktionen auf simulierte Notfälle optimieren.

Um sicherzustellen, dass das Training effektiv ist, werden unsere Mitarbeiter regelmäßig gedrillt, damit sie im Falle eines tatsächlichen Notfalls reagieren können. Zu diesen Drills gehören u.a. Brandübungen, Übungen zum Verlassen des Schiffs und zum Aussetzen von Rettungsbooten, medizinische Notfälle und Bombendrohungen.

In unserem Büro in Seattle führen wir Drills durch, um sicherzustellen, dass wir vorbereitet sind und reagieren können, falls eines unserer Schiffe Unterstützung benötigt. Wir aktivieren mehrfalls im Jahr unsere Einsatzzentrale in Seattle und simulieren einige Stunden lang einen Notfall, wobei den Teilnehmern die Art dieses Notfalls nicht im Voraus bekanntgegeben wird. Bei diesen Simulationen, die zusammen mit einem unserer Schiffe durchgeführt werden, erleben in unserer Einsatzzentrale Dutzende von Mitarbeitern die Art von Stress und treffen die Art von Entscheidungen, mit denen sie im Falle eines tatsächlichen Seeunfalls umzugehen hätten.

Darüberhinaus führt unser Management in Seattle zusammen mit den Zulassungsbehörden regelmäßige Drills durch. Wir haben bspw. zusammen mit der US-Küstenwache, dem US-Bundesstaat Alaska und der Stadt Ketchikan in Alaska eine Massenrettungsübung durchgeführt, bei der wir nachstellten, wie wir das Verlassen des Schiffs, bei dem Tausende von Menschen an Land gebracht werden, handhaben würden.

 
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